Der Rotmilan – ein wahrer Überflieger
Wer kennt ihn nicht, den eleganten Segler mit seinem gegabelten Schwanz? Würde Winkel ein neues Gemeindewappen brauchen, würde sicher der Rotmilan, nebst dem Bartgeier und Steinadler der drittgrösste Greifvogel der Schweiz, das Wappen zieren.
In den letzten zwanzig Jahren hat sich der Bestand des Rotmilans in der Schweiz mehr als verdreifacht. Der Bestand wird auf 2800 – 3500 Brutpaare geschätzt, was rund 10 % des Weltbestandes entspricht. Die Ursache für die Zunahme hängt unter anderem damit zusammen, dass viele Rotmilane in den milden Wintern nicht mehr nach Frankreich und Spanien ziehen, sondern die kalten Monate hier verbringen. Es ist auch erforscht, dass Altvögel weniger ziehen, und wenn ein Rotmilan einmal auf den Zug verzichtet hat, tut er dies auch in den Folgejahren.
Das Angebot an Futter ist ebenfalls reichlicher geworden. Nebst Kleinsäugern und Würmern, frisst der Rotmilan Aas und Nahrungsmittelabfälle. Es ist in unserer Gemeinde in den letzten Jahren leider zur Unsitte geworden, die Greifvögel zu füttern. Das ist falsche Tierliebe! Essensresten und das viele Frischfleisch das täglich verfüttert wird, halten die Vögel von der natürlichen Futtersuche ab und machen sie krank.
Mehr über den eleganten Segler erfahren Sie unter:
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Foto: Marcel Burkhardt